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EAN- / GTIN-Barcode prüfen

Die letzte Ziffer eines Barcodes wird aus den übrigen berechnet, mit 3-1-Gewichtung von rechts. Genau das lässt eine Kasse einen zweifelhaften Scan zurückweisen, statt das falsche Produkt zu buchen.

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EAN-13, EAN-8, UPC-A (12 Ziffern) und GTIN-14 werden akzeptiert.

So funktioniert die Prüfung

  1. 1

    Die Länge bestimmt den Standard

    8 Ziffern für EAN-8, 12 für einen nordamerikanischen UPC-A, 13 für EAN-13, 14 für eine GTIN-14-Logistikeinheit. Die Prüfziffernrechnung ist in allen vier Fällen dieselbe.

  2. 2

    Die Prüfziffer wird neu berechnet

    Von rechts und ohne Prüfziffer wird jede Ziffer abwechselnd mit 3 und mit 1 multipliziert. Die Prüfziffer ist das, was der Summe zum nächsten Zehner fehlt.

  3. 3

    Das Präfix wird bestimmt

    Die ersten drei Ziffern benennen die GS1-Mitgliedsorganisation, die den Code an das Unternehmen vergeben hat.

Das Präfix ist nicht das Herstellungsland

Das ist das verbreitetste Missverständnis zu Barcodes. Ein Präfix von 400 bis 440 heißt, dass das Unternehmen GS1 Germany beigetreten ist — nicht, dass das Produkt dort gefertigt wurde. Ein deutsches Unternehmen, das in Asien produzieren lässt, behält seinen 4xx-Code.

Manche Präfixe benennen gar kein Land: 20 bis 29 sind für den internen Gebrauch eines Marktes reserviert (die Codes, die die Waage auf eine Schale druckt), 977 für Periodika, 978 und 979 für Bücher, 98x und 99x für Coupons.

Ein gültiger Code ist kein gelistetes Produkt

Die Prüfziffer belegt, dass die Ziffernfolge in sich stimmig ist. Sie sagt nicht, welches Produkt dahintersteht, und auch nicht, ob der Code überhaupt vergeben ist. Dafür braucht es eine Produktdatenbank — Verified by GS1 oder einen Handelskatalog —, und viele umlaufende Codes fehlen dort.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen EAN-13 und UPC?

UPC-A ist das nordamerikanische 12-stellige Format; EAN-13 ist dessen internationale 13-stellige Erweiterung. Ein UPC-A mit vorangestellter Null wird zu einer gültigen EAN-13, und die Prüfziffer bleibt gleich — deshalb koexistieren beide konfliktfrei in Katalogen.

Kommt ein Barcode, der mit 400 beginnt, aus Deutschland?

Er wurde von GS1 Germany an ein Mitgliedsunternehmen in Deutschland vergeben, was nichts über den Fertigungsort aussagt. Das Präfix nennt die vergebende Organisation, nicht die Herkunft der Ware.

Darf ich mir für meine Produkte einen Barcode ausdenken?

Die Prüfziffernrechnung steht jedem offen, aber ein nicht vergebener Code kollidiert mit einem fremden Produkt, sobald er Ihr Geschäft verlässt. Für den Verkauf über Handelsketten oder Marktplätze brauchen Sie ein bei GS1 gekauftes Unternehmenspräfix. Die Codes 20-29 sind genau für den internen Gebrauch gedacht und verlassen die Verkaufsstelle nie.

Und die GTIN-14?

Sie identifiziert eine Logistikeinheit — einen Karton mit 12 Schachteln, eine Palette — statt einer Verbrauchereinheit. Sie übernimmt die GTIN des Produkts mit vorangestellter Verpackungsstufen-Ziffer, und ihre Prüfziffer rechnet sich genau wie bei einer EAN-13.

Dieselbe Prüfung per API

Dieses Werkzeug läuft in Ihrem Browser. Für dieselbe Prüfung aus Ihrem Code, in großer Menge oder serverseitig, antwortet die API in JSON.

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